Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

Die Pensionskasse der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Luzern setzt am 1. Januar 2021 Änderungen des Vorsorgereglements in Kraft. Das neue Reglement bindet einerseits bundesrechtliche Bestimmungen ein, zum Beispiel die Reform der Ergänzungsleistungen. Andererseits enthält es Massnahmen, um die finanzielle Stabilität der Kasse zu erhalten sowie Leistungsanpassungen von aktiv versicherten Personen.

Massnahmen zum Erhalt der finanziellen Lage

Die PKLK befindet sich mit einem Deckungsgrad von rund 120% in einer soliden finanziellen Lage. Allerdings be­steht aufgrund des hohen Durchschnittsalters der aktiv Versicherten ein strukturell bedingtes Risiko. Mit dem geltenden Umwandlungssatz von 5,56% entstehen bei jeder Pensionierung hohe Verluste. Das heisst: Das vor­handene Altersguthaben reicht nicht aus, um die versprochenen Rentenleistungen zu finanzieren. Der ver­siche­rungstechnisch berechnete Fehlbetrag muss den Reserven der PKLK entnommen werden. Dadurch sinkt der De­ckungsgrad von Jahr zu Jahr. Um dieser Situation entgegenzuwirken, hat die Verwaltungskommis­sion fol­gende Reglementsanpassungen beschlossen:

  • Senkung des Umwandlungssatzes im Alter 65 von 5,56% auf 5,0% (§ 20 Abs. 3)

Abfederung der Leistungseinbussen durch
die Umwandlungssatz-Senkung

Um die Leistungseinbussen zu vermindern, die durch die Senkung des Umwandlungssatzes entstehen, sind nachfolgende Bestimmungen ins Reglement aufgenommen worden.

  • Besitzstandswahrung des Umwandlungssatzes per 31.12.2020 für aktiv Versicherte mit Jahrgang 1960 und älter (§ 57 Abs. 1)
  • Zusatzverzinsung von 2,0% pro rata für die Jahre 2021 und 2022 auf dem Stand des Altersguthabens per 31.12.2020 (§ 57 Abs. 2)

Massnahmen zu Leistungsverbesserungen für aktiv Versicherte

Mit einer Erhöhung der Beiträge und Senkung des Koordinationsabzuges lassen sich die Leistungen deutlich verbessern. Die geleisteten Spar-Beiträge werden vollumfänglich den Altersguthaben der aktiv versicherten Personen gutgeschrieben. Nach eingehender Analyse von umfangreichen Berechnungen hat die Verwaltungs-
kommission nachstehende Anpassungen festgelegt:

  • Senkung des Koordinationsabzuges auf 7/8 der maximalen AHV-Rente, bzw. Senkung von heute CHF 28’440 auf CHF 24’885 (§ 6);
  • Erhöhung der Altersgutschriften für alle Alterskategorien um je 1 Prozentpunkt (§ 18).

Die versicherten Personen profitieren durch die vorstehenden Massnahmen von Leistungsverbesserungen im Umfang von insgesamt rund CHF 4,3 Mio. Dennoch müssen sie immer noch schmerzhafte Leistungseinbussen in Kauf nehmen, denn alle flankierenden Massnahmen decken die Leistungsreduktionen aufgrund der Senkung des Umwandlungssatzes nur rund zur Hälfte.

Kosten der Anpassungen

Durch die Senkung des Koordinationsabzuges erhöht sich die versicherte Besoldung, was zur höheren Beiträgen für Arbeitgeber und Arbeitnehmende führt. Zudem werden die Sparbeiträge für Arbeitgeber von 13,5% auf 14,4% und für versicherte Personen ab Alter 41 von 9,0% auf 10,0% (§ 38) erhöht.

Die Anpassungen führen für die Arbeitgeber insgesamt zu Mehrkosten von rund 9.0% pro Jahr. Für versicherte Personen wird der Beitrag bis Alter 41 um ca. 2,0% erhöht und ab dem Alter 42 bis zum Alter 65 um ca. 11,2%.

Aufnahme in die Versicherung / Senkung der Eintrittsschwelle

Die Aufnahme in die Versicherung der PKLK erfolgt neu ab einem AHV-pflichtigen Jahresverdienst von zwei Dritteln des AHV-Mindestlohnes. Bis anhin konnten Arbeitnehmende der angeschlossenen Arbeitgeberinnen erst ab einem Einkommen von CHF 21’330 versichert werden. Mit der Senkung auf CHF 14’340 kommt die PKLK dem Wunsch der Mehrheit der Arbeitgeberinnen nach.

  • Senkung der Eintrittsschwelle für die Versicherung auf zwei Drittel des BVG-Mindestlohnes (§ 3, Abs. 2).

Weitere Anpassung

Weitere Anpassungen können die Versicherten der neuen Fassung des Vorsorgereglements sowie dem Vergleich der wichtigsten Anpassungen (Synopse) entnehmen.

Zum Herunterladen

Daniel Küpfer wird auf den 1. März 2021 neuer Verwalter der Pensionskasse der Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern. Die Verwaltungskommission hat ihn auf Vorschlag der Findungskommission einstimmig gewählt.


Der 57-jährige Schwarzenberger folgt auf Kurt Schaller, der Ende Mai 2021 in den Ruhestand tritt. Daniel Küpfer ist aktuell Geschäftsführer der Personalvorsorgekasse Obwalden. Seit rund 20 Jahren ist er im Vorsorgebereich tätig. Zuvor hat er beim Schweizerischen Bankverein seine kaufmännische Lehre absolviert und darauf ein paar Jahre Berufspraxis im Bankbereich gesammelt. Die Verwaltungskommission ist stolz und erfreut, dass so ein erfahrener Branchenexperte gewonnen werden konnte.

Die Pensionskasse der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Luzern (PKLK) erhält ein neues Präsidium. Die Versichertenversammlung hat gestern (Mittwoch, 16. Juni 2018) den bisherigen Präsidenten Kurt H- Burkhalter nach 16-jähriger Tätigkeit verabschiedet. Trudi Bättig wurde als Mitglied der Arbeitnehmer-Vertretung in der Verwaltungskommission verabschiedet, Hans-Peter Bucher ist darin ihr Nachfolger.

Kurt H. Burkhalter, damals Kirchgemeindepräsident von Meggen, wurde 2002 in die Verwaltungskommission gewählt. Ab der zweiten Amtsperiode, also ab 2006, amtete er als Präsident. Er war auch zwölf Jahre in der Anlagekommission tätig, die er acht Jahre lang präsidierte. «Er gestaltete die Vermögensverwaltung wesentlich mit», würdigte ihn Kurt Schaller, Verwalter der PKLK, bei der Verabschiedung. Weiter habe die Liegenschaftskommission während zwölf  Jahren von Kurt H. Burkhalters grossem Fachwissen profitieren dürfen. Diese Kommission leitete er acht Jahre. Auch bei Reglements-Anpassungen konnte die Arbeitsgruppe auf seine Erfahrungen und seine umsichtige Art zählen.

Trudi Bättig-Küng (Willisau) gehörte ebenfalls 16 Jahre der Verwaltungskommission an; seit 12 Jahren war sie deren Vizepräsidentin.  Trudi Bättig  – beruflich leitet sie das Finanz- und Rechnungswesen der Landeskirche – arbeitete bei allen Reglements-Anpassungen als Mitglied der Arbeitsgruppe entscheidend mit. Mit ihrem breiten und fachkundigen Wissen konnte sie bei vielen Aufgaben die Interessen der Versicherten entscheidend vertreten, aber auch die Interessen der Kasse wahren.

2018 ist für die PKLK – wie für die Landeskirche – ein Wahljahr.  Die Verwaltungskommission ist paritätisch mit je vier Mitgliedern als Vertretung der Arbeitnehmenden bzw. Arbeitgeber zusammengesetzt. Die Arbeitnehmenden-Vertretung wird durch die Versammlung der Versicherten und die Arbeitgeber-Vertretung durch den Synodalrat gewählt.

Die Versichertenversammlung fand im Zentrum Gersag in Emmen statt. Als Vertretung der Arbeitnehmer in der Verwaltungskommission  für die Amtsperiode 2018  bis 2022 wählte sie folgende Personen.

  • Christof Hiller, Gemeindeleiter, Geuensee (bisher)
  • Irene Gander-Thür, Religionspädagogin, Schenkon (bisher)
  • Rita Nussbaumer-Waltenspül, kaufmännische Angestellte Hochdorf (bisher)
  • Bucher Hanspeter, Geschäftsführer Migrantenseelsorge, Malters (neu)

Der Synodalrat der Landeskirche hat schon an seiner Sitzung vom 31. Januar 2018 folgende Personen als Arbeitgeber-Vertretung in die Verwaltungskommission gewählt:

  • Heinz Achermann Heinz, Betriebsökonom, Hünenberg (bisher)
  • Markus  Kronenberg, Wirtschaftsprüfer, Eschenbach (bisher)
  • Roland Sauter, Wirtschaftsprüfer, Therwil (bisher)
  • Armin Suppiger, Treuhänder, Synodalrat, Kriens (neu)

Die Wahl der Präsidien und der Vize-Präsidien der Verwaltungskommission (oberstes Organ) sowie der Subkommissionen (Vermögensanlage und Liegenschaften) wird durch die neu gewählte Ver-waltungskommission anlässlich der ersten Sitzung vom 6. Juni 2018 gewählt.

PKLK-Verwalter Kurt Schaller mit den scheidenden Trudi Bättig (Arbeitnehmer-Vertreterin) und Kurt H. Burkhalter (Präsident der Verwaltungskommission). | © 2018 Gregor Gander

Bei der Pensionskasse der Landeskirche sind fast 580 Personen versichert, und 250 beziehen eine Rente. Ihre Anlagekommission ist dafür verantwortlich, dass das Vermögen, rund 200 Millionen Franken, so angelegt wird, dass es Gewinn abwirft – aber nicht auf Kosten anderer Menschen. – – Ein Beitrag zum Zweijahresmotto der katholischen Kirche im Kanton Luzern, «Kirche – weitsichtig handeln».

Nachhaltig heisst verantwortungsvoll. Die Pensionskasse der römisch katholischen Landeskirche des Kantons Luzern (PKLK) trägt mit ihrer Tätigkeit die Verantwortung in erster Linie für ihre Versicherten. Die anvertrauten Gelder sind umsichtig zu bewirtschaften, damit die nötigen Erträge erzielt werden können.

Erträge garantieren Rente

Die Pensionskassengelder werden verzinst. Nur so werden sie später ausreichen, um in eine angemessene Altersrente umgewandelt werden zu können. Um diesen Zins zu erwirtschaften, werden die Altersguthaben im Rahmen einer Anlagestrategie investiert. Die Verwaltungskommission der PKLK legt diese Strategie fest und überprüft sie laufend. Die PKLK nimmt die Verantwortung wahr, heute genügend Erträge zu erwirtschaften, damit die Versicherten im Rentenalter wirtschaftlich unabhängig bleiben.
Die PKLK investiert hauptsächlich in Obligationen, Aktien und Immobilien. Das Anlagevermögen ist in Fonds-Anlagen investiert. Damit ist gewährleistet, dass die Risiken genügend breit verteilt sind. Bei den Immobilien wird zusätzlich ein Anteil als Direktanlagen gehalten. Die PKLK besitzt sieben Mehrfamilienhäuser im Kanton Luzern.

Die Aktionärsrechte wahrnehmen

Mit ihren Aktienanlagen ist die PKLK zugleich auch Aktionärin. Indem sie ihre Stimmrechte ausübt, verfolgt sie die langfristigen Interessen der Aktionäre, des Unternehmens und der Zivilgesellschaft. Das Abstimmungsverhalten der PKLK basiert auf ihrem langfristigen Investitionshorizont und unterstützt eine ausgewogene Unternehmungsführung und Grundsätze der Umwelt- und Sozialverantwortung. Dieses Verhalten trägt zu einem gesunden und stabilen Wirtschaftsumfeld bei, das der Gesellschaft als Ganzes dient und die Interessen der zukünftigen Generationen wahrt. Für die Ausübung der Stimmrechte lässt sich die PKLK von der Stiftung Ethos unterstützen.

Mikrofinanz-Kredite für Kleinunternehmen

In Entwicklungs- und Schwellenländern haben grosse Teile der Bevölkerung keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen, weil sie nicht über die nötigen Kredit-Sicherheiten verfügen. Mikrokredite sind oft die einzige Möglichkeit, eine Geschäfts­idee zu entwickeln und umzusetzen. Mit einem eigenen Geschäft können die Mikrounternehmer ihre wirtschaftliche Existenz sichern. Mikrofinanzinstitutionen gewähren vor Ort Kredite. Das Geld dazu erhalten sie von Investoren – wie zum Beispiel der PKLK. Dieses Modell ist äusserst erfolgreich für die Kreditnehmer wie auch für die Investoren. Die Kredit­ausfälle sind gering, da die Vergabe der Kredite mit kleinen Beträgen erfolgt und die Mikrounternehmer äusserst zuverlässige Kunden sind. Die PKLK nimmt als Investor somit eine gesellschaftliche Verantwortung wahr, die den Mikrounternehmern ein Einkommen ermöglicht und für die Versicherten der PKLK einen fairen Ertrag abwirft.

Für verantwortungsvolles, nachhaltiges Handeln haben wir keine Messgrösse gefunden – die Grösse besteht schlicht darin, dass wir verantwortungsvoll handeln.

Heinz Achermann

Der Autor ist Präsident der Anlagekommission der Pensionskasse der Landeskirche. Beruflich gehört der Finanzspezialist der Geschäftsleitung der Gebäudeversicherung Luzern an.

Benützte Quellen: www.ethosfund.ch | www.responsability.com

Anmeldeformular, um angestellte, versicherungspflichtige Personen für die Pensionskasse PKLK anzumelden

Nächste Seite »